Katharina Böhm

Golfen ist ein Sport mit Gefühl, es geht nicht nur um die Technik

Eigentlich golft Katharina Böhm schon ihr Leben lang. Mit einem Golfplatzarchitekten als Papa und einer Mama, die sich wünschte, dass die ganze Familie gemeinsam eine Sportart ausübt, ist das auch kein Wunder. Mit elf Jahren trat sie ein in den Verein „Bogey Golfer“, einen Verein für Kinder, Jugendliche bis hin zu fortgeschrittenen jungen Amateuren, denen das Golf spielen auf spielerische und kreative Weise beigebracht wurde. Das war der Moment, als das Golfen anfing, ihr richtig Spaß zu machen. Sie trainiert seitdem fast täglich, ist leidenschaftlich gerne auf dem Golfplatz unterwegs und spielte sogar ein Jahr für die deutsche Golfnationalmannschaft der Mädchen und arbeitete sich hoch bis zu einem Vollstipendium für ein Studium in den USA. „Es ist natürlich der Traum jedes Sportlers, die Farben seines Landes zu tragen. Deshalb war dieses Jahr in der Nationalmannschaft eine Ehre und etwas ganz Besonderes“, schwärmt Katharina Böhm. Seit zwei Jahren ist sie zurück aus Amerika. Dort und auf ihren vielen Turnieren im Ausland hat sie festgestellt, dass sich die Deutschen vor allem über die Golftechnik definieren, während sich andere Nationen mehr in den Sport hineinfühlen. Mittlerweile golft sie mit Handicap +1 in der Damenmannschaft in der ersten Bundesliga.

Am liebsten spielt Katharina Böhm an einem Frühlings- oder Sommermorgen auf dem Platz ihres Heimatclubs Olching, wenn noch keiner da ist, die Vögel in den alten Bäumen zwitschern und die frisch gemähten ondulierten Greens ihr ganz allein gehören. Generell liebt die Golferin eingewachsene Plätze mit toller Natur. „Ein guter Platz ist zugleich angenehm für Anfänger und anspruchsvoll für gute Spieler. Das Tolle am Golf ist, dass du eigentlich gegen dich selbst und gegen den Platz spielst, anstatt gegen andere. Deswegen ist der Sport immer anders und jeden Tag eine Überraschung.“, beschreibt es Katharina Böhm. Weil sie so viel und so gerne draußen im Grünen ist, hat sie jedoch auch schon Bekanntschaft mit einer anderen Überraschung gemacht. Auf Wiesen, in hohem Gras oder auch Büschen lauern gerne Zecken, die mit ihrem Stich verschiedene Krankheitserreger übertragen können, unter anderem das FSME- (Frühsommer-Meningoenzephalitis)Virus. „Man muss gar nicht erst auf Ballsuche im hohen Gras gehen, um sich eine Zecke einzufangen. Das kann schon am Abschlag passieren. Deshalb suche ich mich nach jeder Trainingseinheit auf dem Golfplatz auf Zecken ab.“ FSME-Viren werden über den Speichel der Zecken übertragen, eine Infektion ist daher möglich, sobald die Zecke sticht. FSME kann zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen und schwere Langzeitschäden nach sich ziehen.

Je besser sich Katharina Böhm auf ein Spiel vorbereitet, desto besser kann sie sich aufs Golfen konzentrieren. Wenn sie auf den Platz zieht, hat sie deshalb Golfbag, Schläger, Bälle, Tees (Abschlagvorrichtungen aus Holz oder Plastik für den Ball), Golfschuhe, einen Handschuh und das obligatorische Poloshirt im Gepäck. Bei Hitze sind ein Cap und Sonnencreme ein wichtiger Schutz. An nassen Tagen gilt es, Regenhandschuhe, eine Plane für das Golfbag, Regenkleidung und einen Schirm einzupacken. Handtücher sind das Mittel der Wahl, um die Schläger nach einem Wolkenbruch schön trocken zu bekommen. Ausreichend Proviant und Wasser sollten bei keinem Golfspiel fehlen. Und auch in Sachen Zeckenvorsorge ist Vorbereitung sehr wichtig: Lange Kleidung erschwert es den Parasiten, eine freie Einstichstelle zu finden, und sogenannte Repellents halten mit ihrem Geruch Zecken und Mücken vom Stechen ab. Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. Zusätzlich kann eine FSME-Impfung das Infektionsrisiko durch FSME-Viren nach einem Zeckenstich verringern.

Jeder Spieler hat selbst in der Hand, wie gut er ist

Weltweit spielen mehr Menschen Golf als Fußball oder Tennis. Es ist die älteste Ballsportart, die seit circa 500 Jahren existiert und die nach festen Regeln gespielt wird. Mit über 50 Millionen aktiven Spielern steht Golf auf der Weltrangliste aller Sportarten auf Rang drei nur noch übertroffen von Volleyball und Basketball. Zum Vergleich: Es gibt 25 Millionen Tennisspieler und 30 Millionen Fußballer weltweit. Die Beliebtheit des Sports liegt zum einen an seiner Herkunft. Seinen Ursprung hat das Golfspiel in Schottland. In ehemals britischen Kolonien ist es daher bis heute weit verbreitet, aber auch generell im englischsprachigen Raum. In Kanada spielen zehn Prozent der Bevölkerung Golf, in den USA sind es sogar über zehn Prozent, weiß Katharina Böhm. Der andere Grund für die Beliebtheit des Sports ist der, dass nahezu jeder ihn erlernen kann und er für jedes Alter geeignet ist. Alles, was ein Golfer braucht, sind Wetterbeständigkeit und Konzentrationsfähigkeit.

Wer in Deutschland Golf spielen möchte, muss eine Platzreife machen. Einsteiger fangen mit einem Handicap von -54 an. Profis spielen +5 und besser. „Das Tolle an diesem Sport ist, dass jeder Spieler selbst in der Hand hat, wie gut er sein will. In Deutschland liegt der Fokus allerdings sehr auf dem Erfolg, während es in anderen Ländern etwas lockerer ist und oftmals der Spaß im Vordergrund steht“, erklärt Katharina Böhm, die selbst ein Handicap von +1 hat. Beim Golf geht es darum, einen Ball mit einer bestimmten Anzahl von Spielzügen vom Abschlag bis ins Loch zu spielen. Ein Golfplatz kann 9 oder 18 Loch haben. Der Spieler mit dem besten Ergebnis gewinnt. Golf ist ein Sport, der bei fast jedem Wetter ausgeübt werden kann. Ausnahme: Gewitter. „Wenn es blitzt, sollten Golfer alles stehen und liegen lassen und sich in speziellen Schutzhütten unterstellen, die es auf jedem Platz gibt. Andernfalls kann es wirklich gefährlich werden“.

 

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