Reisen mit Kindern

Schon mit dem Koffer in der Hand geboren

„Man reist nicht, um anzukommen, sondern, um zu reisen“, das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Und auch der Dichter Matthias Claudius schrieb: Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Heute hat sich das Reisen zu einer riesigen Industrie entwickelt. Jeder kann sein ganz persönliches Urlaubsparadies finden. Aber gerade mit kleinen Kindern kommt das Reisen oft zu kurz. Nicht für Nadine Diz Freire. Sie ist selbst mit ihren Eltern als Kind viel gereist: „Manchmal denke ich, ich sei schon mit dem Koffer in der Hand geboren.“ Dieses Modell führt sie auch mit ihren Söhnen, viereinhalb und neun Jahre alt, und ihrem Mann fort. Für sie ist das Schönste am Reisen, die besonderen Momente zu teilen. Wenn nicht mit den eigenen Kindern – mit wem dann?

Als Reiseprofi zeichnet sie ihre Erlebnisse auf ihrem Blog Planet Hibbel nach und dokumentiert sie mit der Kamera. Beispielsweise, wenn die ganze Familie während eines Roadtrips im Auto lauthals singt. Oder die beiden Söhne im satten Grün der schottischen Landschaft plötzlich anfangen, begeistert einen Berg hinaufzurennen, obwohl sie eben noch nörgelten, sie hätten keine Lust auf Wandern. „Es gibt viele Vorurteile über das Reisen mit Kindern und ich kann verstehen, wenn sich Eltern dadurch eingeschüchtert fühlen. Ich kann allerdings keines dieser Vorurteile bestätigen“, fasst Nadine Diz Freire ihre Erlebnisse zusammen.

„Das Reisen mit Kindern ist auch nicht viel anstrengender als generell das Leben mit Kindern zu Hause. Deshalb habe ich keine Scheu, meinen Söhnen die Welt zu zeigen. Sie sollen über den Tellerrand blicken können, weltoffene Menschen werden und sich über den Wert unserer Erde und die schützenswerte Natur bewusst sein“, sagt Diz Freire. Sie ist überzeugt davon, dass das Reisen ihre Kinder in ihrer Entwicklung prägt. Und sie ist immer wieder fasziniert, wie ihre Söhne noch Monate später von bestimmten Erlebnissen auf Reisen sprechen. Mit ihrer Familie war sie schon in vielen Ländern und Städten: Dubai, Norwegen, Marokko, Thailand, in New York oder Bangkok und auf den Malediven. Die Gesundheit ihrer Jungs geht dabei aber immer vor: „Selbstverständlich informiere ich mich über die Länder, in die wir reisen, und bespreche mich mit unserem Kinderarzt. Aber für eine Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-) Virusinfektion durch einen Zeckenstich muss ich nicht unbedingt weit verreisen. Deshalb sind wir alle gegen das Virus geimpft.“

 

Reisen mit Kindern – der ganz normale Wahnsinn unterwegs

Das Reisen an sich hat sich durch Internet und Mobiltelefonie sehr verändert: „In meiner Kindheit waren Ziele wie Griechenland oder Norwegen noch relativ außergewöhnlich. Für die Kinder heutzutage sind Reisen in diese Länder aber recht normal. Außerdem gab es damals weder Handys noch Internet“, erzählt Nadine Diz Freire. Die Reisebloggerin reist ungern zweimal an denselben Ort, hat eine Liste, wo sie überall noch hin möchte, und würde sich selbst als Flashpacker bezeichnen. Das heißt, sie plant ihre Reisen individuell, bucht aber Übernachtungen vor. So ist es vor Ort entspannter. Mit Kindern dauert alles etwas länger und es müssen Kompromisse geschlossen werden: Essen gehen oder Museumsbesuche stünden nicht jeden Tag auf dem Programm, dafür aber immer wieder mal ein Besuch auf einem Spielplatz oder in einem Park. Bei ihrem Job als Bloggerin ist die Kamera als Reisebegleiterin für Nadine Diz Freire unabdingbar. Zudem dürfen Tablet und Handy auf keinen Fall fehlen.

Und auch Kosmetikprodukte nimmt die Reiseexpertin am liebsten aus Deutschland mit: „Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach das beste“, erklärt sie. Als die Kinder noch kleiner waren, hat sie auch Windeln und Babynahrung mitgenommen. Generell sollten auf Reisen mit Kindern immer ausreichend Proviant und Wasser im Gepäck sein. Ansonsten darf jedes Kind einen kleinen Rucksack mit dem Lieblingskuscheltier und ein paar Spielsachen mitnehmen. Repellents zur Abwehr von Mücken- und Zeckenstichen gehören in die Reiseapotheke, und die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen sollten regelmäßig aufgefrischt und überprüft werden, wie z. B. der Impfschutz gegen FSME.

Lesen Sie mehr hierüber auf ihrem Blogbeitrag unter http://planethibbel.com/zecken-die-unterschaetzte-gefahr-vor-der-haustuer-gesundheit-daheim-und-auf-reisen/

Link zu Zecken.de - das  Zecken Infoportal

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