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FSME-Risikogebiete in Deutschland und Europa

In den letzten Jahren sind immer mehr FSME-Risikogebiete in Deutschland und Europa definiert worden. Es handelt sich hierbei um Gebiete, in denen das Risiko der Übertragung von Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren (FSME-Viren) durch einen Zeckenstich höher ist als in anderen Gebieten. FSME ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung, die bei einem Teil der Patienten mit einer Entzündung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems einhergeht. Wer plant, sich in einem Risikogebiet aufzuhalten, oder dort lebt, sollte Vorsorgemaßnahmen treffen, um eine Infektion zu vermeiden.

Risikokarte Deutschland
Anwohner oder Reisende in FSME-Risikogebieten sollten sich über Vorsorgemaßnahmen gegen Zeckenstiche und FSME informieren.

Zecken gibt es überall in Deutschland

Zecken an sich sind nicht gefährlich. Aber mit ihrem Stich können Zecken Krankheitserreger übertragen. Die FSME wird durch Viren ausgelöst, die sich in den Speicheldrüsen der Zecken befinden und direkt beim Stich übertragen werden. Die FSME-Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems  kann schwere Langzeitschäden zur Folge haben. FSME ist nicht ursächlich behandelbar. Nur die Symptome, wie z. B. Schmerzen und Fieber, können mit Medikamenten gelindert werden, nicht die Erkrankung selbst.

Typische Lebensräume von Zecken sind hohes Gras, Büsche und Unterholz. Sie tauchen überall in Deutschland auf, deshalb sollte man stets Vorsorgemaßnahmen treffen. Dazu gehören die Wahl richtiger Kleidung, das Einsprühen mit Repellents und das Absuchen des Körpers nach Zecken direkt nach einem Aufenthalt in der Natur. Vor einer FSME-Erkrankung kann eine FSME-Impfung schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sowohl Anwohnern von FSME-Risikogebieten als auch Menschen, die in ein solches Gebiet reisen, eine Impfung gegen FSME.

Verbreitung von FSME in Deutschland

Ein FSME-Risikogebiet ist per Definition ein Landkreis, in dem innerhalb von fünf Jahren eine bestimmte Anzahl von FSME-Fällen pro Einwohnerzahl vorgekommen ist. Jeder Zeckenstich, der in diesem Landkreis eine FSME-Infektion ausgelöst hat, wird aufgezeichnet. Die finale Deklarierung der FSME-Risikogebiete erfolgt durch das Robert Koch-Institut (RKI). Im Jahr 2019 ist die Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland auf insgesamt 161 Landkreise gestiegen. Die neu hinzugekommenen Risikogebiete liegen in Niedersachsen, Sachsen und Bayern. Mit dem Emsland in Niedersachsen ist erstmals auch ein Landkreis in Norddeutschland betroffen. Mittlerweile gelten fast alle Landkreise in Bayern und Baden-Württemberg als Risikogebiete. FSME-Risikogebiete gibt es zudem in Südhessen, Thüringen und Sachsen, einzelne Risikogebiete auch in Mittelhessen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz. In den letzten Jahren sind FSME-Erkrankungen primär in Süddeutschland aufgetreten. Durch Klimaveränderungen breiten sich die FSME-Risikogebiete aktuell jedoch auch immer mehr Richtung Norddeutschland aus. Unsere Übersichtskarte informiert über die genaue Lage der Risikogebiete.

FSME-Verbreitung in Europa

FSME-Erkrankungen sind kein rein deutsches Phänomen, sondern unter anderem auch im restlichen Europa sehr verbreitet. Forschungen des Europäischen Zentrums für Prävention und die Kontrolle von Krankheiten ergaben, dass in weit mehr als 20 Ländern FSME-Risikogebiete existieren. Ihr Vorkommen ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägt. Besonders viele FSME-Risikogebiete gibt es in den baltischen Staaten sowie in großen Teilen Osteuropas. Aber auch in Österreich und Südnorwegen. Wer in eines dieser Länder oder in eine der Regionen reist, sollte Vorsorgemaßnahmen treffen, da ein erhöhtes Risiko einer FSME-Infektion durch einen Zeckenstich besteht.

Mehr zum Thema Zeckenvorsorge und zu den FSME-Risikogebieten erfährst du unter www.zecken.de