Julia Neuen

Keine Trainings mit süßen Welpen – jetzt geht’s ans Eingemachte

Pferde, Katzen, Mäuse – aufgewachsen auf einem Bauernhof mitten in der Natur hatte Julia Neuen schon von klein auf Tiere um sich herum, doch eines hat es ihr besonders angetan: „Der Hund! Er ist Tag und Nacht bei mir. Ein Hund ist selbstloser als eine Katze und muss abends nicht zurück in den Stall gebracht werden wie ein Pferd.“ Ihren ersten Hund „Sammy“, einen Chihuahua, bekam sie mit 16 Jahren. Seither ist er ihr engster Begleiter, genauso wie die vor einiger Zeit aus dem Tierheim geholte Hündin „Stella“.

Vom Aufstehen bis zur Schlafenszeit begleiten ihre beiden Gefährten die Hundetrainerin und -psychologin auf Schritt und Tritt. „Wir sind wahnsinnig viel draußen in der freien Natur unterwegs – bei Wind und Wetter“, so Neuen. Klassische Gassirunden gibt es da nicht, die Hunde sind komplett in Julia Neuens Leben integriert. Vorbeiflitzende Fahrräder, aufgeregte Kinder oder gelegentliche Rolltreppen sind Sammy und Stella deshalb längst gewöhnt und von Hundeleinen wollen die beiden nichts wissen. Sie bleiben sowieso am liebsten in der Nähe ihres Frauchens – egal wie einladend das weite Grün einer Wiese oder das kühle Nass des nächsten Gewässers auch sein mag. Klingt für so manchen Hundehalter geradezu paradiesisch: kein Zerren an Hundeleinen, kein Hinterherjagen, wenn der Hund sich einmal blitzschnell aus dem Staub macht.

Das sei alles eine Sache des Trainings, so Neuen. „Man sollte seinem Hund nicht als Erstes den Salto rückwärts beibringen, viel wichtiger ist, dass er lernt auch ohne Leine mitzulaufen. Hunde könnten oft viel selbstständiger sein, wenn man es ihnen beibringen würde.“ Für Julia Neuen eine Selbstverständlichkeit, schließlich war sie schon als Teenager gerne und oft mit Sammy auf Wiesen und in Wäldern unterwegs, besuchte mit ihm die Rettungshundestaffel oder trainierte die felligen Begleiter von Freunden und Bekannten und später auch Fremden. Bis sie entschied, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Als Hundepsychologin trainiert sie mittlerweile nicht mehr nur süße Welpen, sondern hat es vor allem mit Härtefällen zu tun. Hunden, die so unglücklich sind, dass sie sich das Fell ausreißen, oder so misshandelt wurden, dass ihnen die Kette um ihren Hals bereits ins Fell eingewachsen ist. Für Hundefreunde nicht leicht zu ertragen, und trotzdem hat Julia Neuen es sich zur Mission gemacht, diesen armen Geschöpfen ein neues Leben aufzuzeigen. Da ist es gut, dass Julia Neuen die Zeit, die sie mit ihrem Mann, ihren kleinen Töchtern und ihren eigenen zwei glücklichen Vierbeinern verbringt, genießen und aus ihr Energie schöpfen kann.

Mit Hunden in der freien Natur

Wir haben viele Jahre in München direkt an der Isar gewohnt, das war sowohl für die Hunde als auch für die Kinder toll“, so Neuen. Als Hundepsychologin verbringt sie sehr viel Zeit in der freien Natur – und genießt diese auch. Nur leider sind Zecken in Bayern eine Katastrophe.“ Samy hatte einmal eine Zecke in der Achselhöhle sitzen. Die Einstichstelle hat sich trotz schneller Entfernung der Zecke entzündet. „Wenn ich Sammy und Stella nicht mit Repellents einsprühen würde, hätten sie vermutlich tagtäglich Zecken. Die Achseln, der Nacken und die Innenseite der Schlappohren sind dabei besonders beliebte Ziele.“

Damit die Zecken bei einem Übersprung auf die menschlichen Familienmitglieder keine Infektionen durch FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren auslösen können, ist die Familie selbstverständlich vorsorglich gegen FSME geimpft.

Auf die kleinen Spinnentiere achtet sie bei ihren Hunden wie bei ihren Töchtern, um sie schnellstmöglich zu entfernen. Über solche und andere wichtige Themen rund um den Hund, zum Beispiel, welche Hunderasse zu welchem Hundehalter passt und warum die Hundehaftpflicht wichtig ist, spricht Julia Neuen auf ihrem vom dogs Magazin ausgezeichneten Hundeblog http://www.issnruede.de.

 

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