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So gelingt der Einstieg in das Klettern

Ihr seid noch nicht sicher, ob Klettern etwas für euch ist? Erfahrt hier, wieso sich der Sport lohnt, welche Kletterstile es gibt, ob ihr lieber indoor oder outdoor klettern solltet, und welche Ausrüstung ihr benötigt.

Kletterausrüstung
Ohne die richtige Ausrüstung geht beim Klettern gar nichts.

Gründe, mit dem Klettern anzufangen

1. Ihr beansprucht viele Muskelgruppen – Hände, Arme, Schultern, Füße, Po, Bauch … und euer Hirn!
2. Klettern trainiert euren Mut: Wer sich einmal ins Seil hat fallen lassen, weiß, wovon wir sprechen!
3. Wer klettert, schult seine Konzentration und seinen Fokus. Ich. Will. Da. Hoch.
4. Klettern ist ein Individualsport – doch ohne euren Kletterpartner geht nichts!
5. Dieses Gefühl, euer Ziel erreicht, alle Hürden überwunden zu haben … das kennen sonst wahrscheinlich nur noch Extremsportler wie zum Beispiel Mountainbike-Radler!

Die Freiheit am Fels erklettern

Wenn Paul Schall gerade nicht studiert, dann findet man ihn mit großer Wahrscheinlichkeit an einer Felswand.

Hobbykletterer Paul Schall verrät euch noch mehr über seine Leidenschaft, das Klettern am Fels.

Wer im Bekanntenkreis herumfragt, wird häufig feststellen, dass er nicht der einzige Kletterbegeisterte ist. Lasst euch zur nächsten Session doch einfach mal mitnehmen.

Sportklettern vs. Alpinklettern

Anspruchsvoller als das Sportklettern ist das Alpinklettern. Hier wird über mehrere Tage und vor allem mehrere Seillängen ein Gipfel erklommen. Alpinkletterer schlafen dabei in Felsspalten, auf Steinvorsprüngen, schmalen Plateaus … so richtig Bergsteigen eben! Baumkletterer gibt es übrigens auch – das ist dann aber eher Beruf als Hobby, wie Forstwirt Ronny Epple zu berichten weiß.

Informationen zum Zeckenschutz

Buildering – lieber nicht nachmachen!

Klettern ist längst ein Breitensport. Um sich von der Masse abzuheben, entstehen daher ständig neue, nicht ungefährliche „Teildisziplinen“. DER neueste Kick ist das Buildering! Hierbei erklimmen Adrenalinjunkies oft mehrere hundert Meter hohe Fassaden oder Skulpturen, in den meisten Fällen ganz ohne Sicherung. Doch Vorsicht, zum einen ist das ein äußerst gefährliches Hobby, zum anderen ist es in vielen Ländern illegal. Darf es noch ein wenig mehr schocken? Eine Sonderform des Builderings ist das Roofing. Dafür kraxeln vor allem Jugendliche und junge Erwachsene auf Dächer von Gebäuden, um von dort aus Fotos zu schießen oder zu filmen. Das Ganze ist nicht immer legal – was für viele den Reiz ausmacht. Roofing ist besonders in Russland sehr beliebt: Im Netz kursieren spektakuläre Aufnahmen, die zum Beispiel von der Russki-Brücke in Wladiwostok geschossen wurden.

Seilklettern vs. Bouldern – was ist der Unterschied?

Wer vom „Klettern“ spricht, meint in der Regel das Seilklettern. Hier hängt man mit einem Gurt in einem Seil, das von einem Partner gesichert wird. Auf den Klettersteigen geht es so hoch hinaus, wie es der Gipfel und euer Können zulassen. Beim Bouldern bewegt ihr euch hingegen auf vier bis maximal sieben Meter. Das heißt, auf einer Höhe, aus der ihr sicher abspringen könnt. Denn gebouldert wird ohne Seil.
Ohne Sicherung und doppelten Boden wird auch beim Freeclimbing geklettert. Nicht ganz ungefährlich – weshalb nur sehr geübte Kletterer dieser Spielart des Sports nachgehen.

Frau beim Bouldern
Beim Bouldern klettert man nicht höher als vier Meter.
© anatoliy_gleb – stock.adobe.com

Klettern: indoor oder an der frischen Luft?

Die wichtigste Frage für alle, die mit dem Klettern beginnen wollen, ist wohl diese: Will ich indoor oder an der frischen Luft klettern gehen? Für viele bietet sich zum Einstieg das Klettern in der Halle an. Dort könnt ihr Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden austesten, und zwar so lange und so oft, wie ihr wollt – und euer Sicherungspartner Lust hat!

Wo kann man klettern gehen?

Wo kann man klettern gehen? In Deutschland gibt es mittlerweile über 400 Kletterhallen. Der Deutsche Alpenverein listet nicht nur die besten Strecken zum Wandern auf, sondern versorgt euch auch mit einer Kletterhallen-Übersicht ! Draußen könnt ihr im Prinzip überall dort klettern, wo ihr einen für euch passenden Felsen antrefft. Aber Vorsicht, ein paar Regeln gibt es hier zu beachten!

Wie und wo ist das Klettern in der Natur erlaubt?

Vergewissert euch vor eurer Klettertour, dass ihr die Felsen betreten und vor allem mit euren Haken bearbeiten dürft. Macht euch insbesondere bei Naturschutzgebieten vorher schlau, ob ihr diese begehen und in ihnen klettern dürft. Achtet außerdem darauf, dass ihr keine Eigentumsrechte verletzt. Auch hier gibt euch der Alpenverein einen guten Einblick, auf welche örtlichen Gegebenheiten ihr vor dem Klettern achten solltet.

Klettern: was ihr dafür benötigt

Für alle, die es kaum erwarten können: hier ein schneller Überblick, was ihr für den Klettersport benötigt. In unserem Beitrag zur Kletterausrüstung findet ihr noch viel mehr Infos!

  1. Kletterschuhe
  2. Klettergurt, Seile und, wer will, einen Seilsack
  3. Sicherungsgerät und Karabiner
  4. Kletterhelm – wenn ihr draußen unterwegs seid
  5. Bequeme, nicht zu eng anliegende Sportkleidung, die eure Bewegungsfreiheit nicht einschränkt

Wenn ihr länger draußen unterwegs seid, solltet ihr euch außerdem gegen Sonne, Wind und sonstiges Wetter schützen. Eine Trinkflasche mit Wasser (und Snacks für die gute Laune) machen eure Kletterausrüstung komplett.

Die wichtigsten Begriffe rund ums Klettern

Kein Sport ohne seine eigenen Vokabeln! Gerade Anfänger stehen beim Klettern schnell ratlos da. Hier kommen die wichtigsten Begriffe rund ums Klettern:

Toprope – das ist die sicherste Art des Kletterns für Anfänger. Beim Toprope-Klettern reichen beide Seilenden auf den Boden. Euer Partner hat festen Boden unter den Füßen und sichert euch von dort ab. Die Vorteile: Ihr könnt euch zwischendurch hängen lassen. Und wenn ihr nicht mehr könnt, auch einfach abseilen (lassen).
Expressen – auch Expressschlingen. Zwei durch eine Schlinge verbundene Karabinerhaken, mit denen ihr euch im Fels schnell – daher der Name – an Haken absichern könnt.
Vorstieg – hier klettert ihr quasi voran: Ihr führt das Seil von unten nach oben und macht es in Haken oder Expressen fest.
Partnercheck – ganz wichtig, bevor ihr euch an die Wand oder in den Felsen aufmacht. Ihr klettert immer zu zweit und solltet gegenseitig prüfen: Sind die Gurte geschlossen, ist der Anseilknoten, also die Sicherung, am Gurt angebunden? Passen Sicherungsgerät und Karabinersicherung? Wo befinden sich die Seilenden, ist das Seil lang genug?

Klettern für Anfänger: die fünf wichtigsten Tipps für Einsteiger

Last, but not least haben wir noch DIE Tipps für Anfänger im Klettersport:

  1. Beim Klettern könnt ihr viel von anderen abschauen. Das richtige Sichern solltet ihr euch allerdings zu Beginn in einem Kurs in Theorie und Praxis zeigen lassen.
  2. Sucht euch einen erfahrenden Kletterpartner, das gibt Sicherheit!
  3. Übt euch in Vertrauen und lasst euch fallen. Wortwörtlich: Trainiert, euch ins Seil hineinfallen zu lassen. Natürlich nur in einer sicheren Umgebung. Wetten, dass ihr danach besser mit kleinen Unsicherheiten umgeht?
  4. Vielleicht der wichtigste Punkt in allen Kletterratgebern: Habt Respekt vor den Felsen und der Höhe – aber niemals Angst!
  5. Wärmt euch auf, bevor ihr euch an schwierige Routen macht. Eure Sehnen und Muskeln werden es euch danken!
  6. Apropos, klettern ist vor allem Beinarbeit – verlasst euch nicht allein auf eure Hände und Arme!
  7. Lasst euch Zeit. Setzt die Griffe nicht zu hoch. Wer sich zu weit strecken muss, steht nicht mehr sicher im Seil. Gönnt euch zwischendurch Pausen. Lockert eure Hände sowie die Arm- und Beinmuskulatur, bevor es weiter nach oben geht!