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Faszination Reiten: ein Leben mit Pferden

Seit ihrer Kindheit ist Annica Hansen begeisterte Reiterin und große Pferdeliebhaberin. Während sie als Moderatorin fürs Fernsehen arbeitete, begann sie nebenbei, privat bei YouTube kurze Videos rund um Pferde und Reiten einzustellen. Damit wurde sie schnell so erfolgreich, dass sie ihr Hobby mittlerweile zum Beruf gemacht hat. Bei YouTube und Instagram lässt sie ihre Follower an ihrem Alltag teilhaben und nimmt sie zum Beispiel mit in den Stall und zu Turnieren. Wie ihr Alltag als eine der erfolgreichsten Reit-Influencerinnen aussieht und wieso das Thema Zeckenvorsorge für sie eine wichtige Rolle spielt, erzählt sie im Interview.

Wie bist du zum Reiten gekommen?

Das erste Mal habe ich mit fünf Jahren auf einem Pferd gesessen. Damals hat mich die Liebe zu Pferden gepackt, und ich bin den Vierbeinern bis heute treu geblieben. Wie so viele pferdeverrückte Kinder nahm ich dann Reitunterricht und fuhr in den Ferien auf den Ponyhof. Über die Jahre hat sich das immer weiterentwickelt, bis ich dann endlich mein erstes eigenes Pferd kaufte. Mittlerweile habe ich sogar drei. Das Besondere am Reiten ist für mich, dass man kein Sportgerät, sondern ein lebendiges Wesen als Partner hat. Pferde haben zum Beispiel auch mal schlechte Laune, so wie wir Menschen auch. Da muss man sich als Reiter drauf einstellen und sich in seinen Partner Pferd hineinfühlen. Gerade das macht es für mich so spannend. Zumal die Faszination für Pferde für mich auch viel mehr als nur das Reiten beinhaltet. Für mich ist es diese einzigartige Verbindung, die man mit dem Tier eingeht. Ich sorge für das Pferd, und als Dank lässt es mich auf seinem Rücken sitzen. Das ist schon etwas ganz Besonderes.

„Der ,Reit-Virus‘ hat mich als Kind gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.“

Wo und was reitest du am liebsten?

Frau auf Reitplatz.
Annica reitet am liebsten unter freiem Himmel.

Ich reite hauptsächlich in der Umgebung vom Stall. Für Ausritte nutze ich beispielsweise besonders gern einen nahe gelegenen Wald, denn ich liebe es, mit den Pferden in der Natur unterwegs zu sein. Auch beim Training bin ich lieber draußen auf dem Platz als in der Halle. Ich gestalte die Zeit mit meinen Pferden gern abwechslungsreich, mal mit Springen, mal mit Dressur oder mit einem Ausritt durch den Wald. Deshalb habe ich in letzter Zeit auch Vielseitigkeit als Disziplin für mich entdeckt, die Kombination aus Dressur, Geländeritt und Springen macht mir großen Spaß. Mir gefällt der Gedanke, mein Pferd wirklich vielseitig auszubilden.

Ist es dir wichtig, mit deinen Pferden viel draußen in der Natur zu sein?

Ja, für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als ganz früh morgens mit dem Pferd durch den Wald zu reiten und die Natur zu erleben, wenn sie gerade erwacht. So ein Ausritt ist auch gut für die Seele, sowohl für meine als auch für die meiner Pferde. Ich bin gern draußen, darum setze ich mich manchmal auch einfach neben meine Pferde auf die Weide und arbeite nebenbei am Laptop oder beobachte sie einfach und genieße es, Zeit mit ihnen zu verbringen.

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Wie sieht dein Alltag mit den Pferden aus?

Mein Job, und der beinhaltet ja meine Pferde, nimmt einen sehr großen Teil meines Lebens ein. Ich verbringe jeden Tag mindestens vier Stunden im Stall, an Dreh- und Shootingtagen werden daraus auch gern mal bis zu zwölf Stunden. Da ich meinen Job aber sehr liebe, muss ich mich häufig zwingen, auch mal ein wenig Zeit für mein Privatleben und für Schlaf einzuplanen. An den Wochenenden bin ich zudem oft auf Turnieren unterwegs. Hier steht für mich aber nicht das Gewinnen, sondern der Spaß und die gemeinsame Zeit mit dem Pferd im Vordergrund. In den Amateurklassen, in denen ich reite, kann man auch kein Geld verdienen. Für mich dient ein Turnier eher dazu, unseren Leistungsstand abzufragen und herauszufinden, woran wir zu Hause vielleicht noch arbeiten müssen.

Reiterin mit Pferd in der Natur.
Annica geht mit ihren Pferden gern ins Gelände. 

Wie hast du es geschafft, dein Hobby zum Beruf zu machen?

Als begeisterte Reiterin war der Wunsch schon immer da, mein Hobby zum Beruf zu machen. Die Zeit als Moderatorin beim Fernsehen war super spannend und ich habe gern Menschen unterhalten, aber ich bin dort nicht glücklich geworden. Irgendwann habe ich nebenbei mit YouTube angefangen. Zunächst ganz typisch mit Fitnessvideos. Das hat sich aber nie richtig für mich angefühlt. Meine Freunde haben mir dann den Tipp gegeben: „Mach doch mal das, was du liebst.“ Also drehte ich mein erstes Pferdevideo. Der Clip war überraschenderweise so erfolgreich, dass ich beschloss, weiterzumachen. Im Laufe der Zeit habe ich meinen YouTube- und auch meinen Instagram-Kanal immer weiterentwickelt, sodass auch die Zahl der Follower immer größer wurde. Mittlerweile hat sich eine richtige Community gebildet, mit der ich mich sehr intensiv austausche. Diesen Austausch finde ich großartig. Ich gebe nicht nur selber Ratschläge, sondern kann aus vielen Kommentaren noch Neues lernen und mir selbst Tipps holen.

„Ich liebe es, mit meinen Followern zu interagieren und meine Erfahrungen an sie weiterzugeben.“

Da du so viel Zeit draußen verbringst: Wie schützt du dich gegen Zecken?

Reiterin mit Insektenschutzspray.
Annica sorgt gegen Zecken vor.

Seitdem ich weiß, dass Zecken die Erreger von Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen können, gehe ich ohne Zeckenschutz nicht mehr nach draußen. Vor allem, da ich mich durch die Pferde häufig in hohen Wiesen und in Wäldern aufhalte. Also dort, wo auch Zecken leben. Darum sprühe ich sowohl mich selbst als auch meine Pferde mit insektenabweisenden Sprays ein, die auch einen Schutz gegen Zecken bieten. Ich versuche, möglichst lange Kleidung zu tragen, um den Zecken so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Meine normalen Reitsachen bestehen sowieso aus einer langen Hose und Stiefeln, aber gerade im Sommer bin ich auch mal in Shorts unterwegs. Für mich ist es darum selbstverständlich, mich abends immer nach Zecken abzusuchen. Super finde ich, dass es auch eine Impfung gegen FSME gibt. Die schützt mich zwar nicht vor einem Zeckenstich, aber vor der FSME-Infektion.