Sebastian Ehrke - Trekking

Was unterwegs kommt, das meisterst du schon irgendwie

Trekking! Das ist Sebastian Ehrkes große Leidenschaft. In einem Interview mit ihm, erfahren wir, was genau eine Trekkingtour für ihn ausmacht, wie abenteuerlustig es zugehen kann und wie er die Natur zu schätzen weiß. Gute Vorbereitung gehört für ihn vor jeder Tour dazu. Dazu zählt auch die Vorsorge gegen Zeckenstiche. Denn Zecken können z. B. die Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren übertragen.  FSME ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, sie kann schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich sein. Wer bei diesem Thema auf Nummer sicher gehen möchte, sollte, wie Sebastian Ehrke, vorbeugen.

Trekking bedeutet ja tage- und wochenlanges Wandern. Wie bringen Sie Abwechslung in Ihre Touren?
Das brauche ich gar nicht, die Abwechslung liegt in der Natur! Ich bin schon 250 Kilometer durch Patagonien bis ans Kap Hoorn gewandert, und es gab genug zu entdecken, sodass mir nie langweilig wurde. Genauso gerne bin ich aber auch in Deutschland unterwegs, auf dem Brocken im Harz oder auf der Zugspitze in den Alpen. Außerdem kannst du deine Trekkingausflüge auch mit anderen Sportarten wie Rad- oder Kanufahren verbinden. Im Freundeskreis sind wir früher mit Kanus losgepaddelt und haben spontan auf Inseln übernachtet, wo es uns gefiel. Diese Unabhängigkeit und Freiheit sind das Tolle am Trekking. Einfach das Zelt einpacken, ein paar belegte Brote mitnehmen und los geht’s. Was unterwegs kommt, meisterst du schon irgendwie.

Ganz schön abenteuerlich. Kann das gefährlich werden?
Naja, manchmal bist du auf Trekkingtouren fernab von helfender Infrastruktur unterwegs. Wenn dir da etwas zustößt, kann es sein, dass du stundenlang auf Hilfe wartest. Deshalb ist es wichtig, immer gut vorbereitet zu sein: Handy einpacken, Entfernungen vorher richtig abschätzen, wissen, wie viel Zeit du etwa vom Start zum Ziel brauchst, und immer eine entsprechende Ausrüstung dabeihaben. Ich nehme stets ein Erste-Hilfe-Set mit. Da ist alles dabei, was du im Notfall brauchst, inklusive Zeckenkarte. Ich komme zwar aus der Uckermark im schönen Brandenburg, was nicht zu den FSME-Risikogebieten zählt. Aber Zecken gibt es da natürlich auch und die können beim Stechen allerlei Krankheitserreger übertragen.

Klingt ja, als wären Sie ein richtiger Naturbursche!
Ach, es ist einfach wunderbar, in der Natur zu sein. Auf jedem Berggipfel, den ich besteige, halte ich einen Moment inne und bin beeindruckt von der fantastischen Aussicht. Aber die Natur bietet noch so viel mehr als nur atemberaubendes Panorama. Besonders faszinierend finde ich, dass derselbe Weg im Sommer ganz anders aussieht als im Winter, alles entwickelt sich stetig weiter. Deshalb gehöre ich auch zu den Menschen, die lieber draußen unterwegs sind, als Indoorsport zu betreiben. Auch bei Schietwetter. Die Natur fühlt sich einfach gut an! Und das Beste: Sie kostet keinen Cent, sie ist einfach da und für jeden zugänglich. Deshalb kann ich es nicht leiden, wenn Menschen achtlos gegenüber der Natur sind und ihren Müll im Wald entsorgen. Wenn ich unterwegs bin, hebe ich Abfälle auf und werfe sie in den nächsten Mülleimer. Die Natur ist so etwas Wunderbares, da möchte ich meinen Teil dazu beitragen, sie zu erhalten.

Warum ist die Bewegung in der Natur für Sie so wichtig?
Ohne komme ich einfach nicht aus. Ich habe Sportwissenschaft studiert, eine Ausbildung zum Erlebnispädagogen absolviert und war dabei hauptsächlich draußen in Bewegung. Nun arbeite ich im Gesundheitsmanagement eines Unternehmens und sitze die meiste Zeit am Schreibtisch. Für mich ist die Bewegung in der Natur eine Notwendigkeit und ein wichtiger Ausgleich zum Büroalltag. Klar gilt es einige Vorsorgemaßnahmen zu beachten. Zum Beispiel creme ich mich in der Sonne gut ein, wasche im Wald gefundene Beeren ab, um keinen Fuchsbandwurm zu bekommen, und bin natürlich gegen FSME geimpft. Außerdem suche ich mich nach Waldspaziergängen nach Zecken und Insekten ab. Wenn du diese Vorsichtsmaßnahmen beachtest, dann kann Trekking sehr entspannen. Ich selbst genieße die Aussicht und die Ruhe unterwegs. Allerdings gehe ich nicht nur leidenschaftlich gerne auf Trekkingreisen, sondern habe auch schon einige Marathonläufe hinter mir. Dieses Jahr plane ich meinen ersten Triathlon und die Besteigung des Kilimandscharo. Mehrtägige Touren helfen mir dabei, meine Fitness zu steigern und meine Kondition zu verbessern.

Trekking macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund

Die Natur genießen und nebenbei die körperliche Fitness steigern: Trekking – also Wandern über mehrere Tage hinweg, ohne feste Unterkünfte und meist fernab der Zivilisation – stärkt die Muskeln und fördert den gesamten Bewegungsapparat. Die perfekte Sportart, für alle, die gerne draußen in der Natur unterwegs sind.

Wer Abwechslung sucht, kann auch Abschnitte auf dem Kanu, Fahrrad oder auf Skiern in seine Trekkingtouren miteinbeziehen. Wichtig ist dabei vor allem die Vorbereitung. Die Routen sollten möglichst realistisch geplant werden und genügend Flexibilität für spontane (z. B. witterungsbedingte) Änderungen offenlassen.

Es bietet sich an, einen Gaskocher mit Feuerzeug, genügend Proviant, ein Taschenmesser, Jacken gegen Regen und Kälte sowie ein Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflastern und Zeckenkarte mitzunehmen. „Wichtig sind vor allem eingelaufene, feste Schuhe“, rät Sebastian Ehrke. „Denn von neuen bekommt man oft Blasen, und das kann bei einer mehrtägigen Trekkingtour ganz schön schmerzhaft sein.“ Zudem bietet lange Kleidung Schutz vor Sträuchern, Insekten und Zecken. Wer in Sachen FSME bestmöglich vorbereitet sein will, für den sollte eine FSME-Impfung selbstverständlich sein. Denn sowohl große Teile Süddeutschlands als auch Regionen im Erzgebirge zählen zu den FSME-Risikogebieten.

 

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