Sabine Wächer

„Das Wandern ist mein ganz persönlicher Kick“

 

„Seit ich denken kann, bin ich draußen unterwegs. Das Wandern wurde mir quasi in die Wiege gelegt“, erzählt Sabine Wächter. Aufgewachsen in einem niederbayrischen Dorf und ohne Auto in der Familie, lernte sie früh, alle Wege zu Fuß zurückzulegen. Zusätzlich nahmen ihre Großeltern sie gern mit auf Wanderungen im Wald und in den Bergen. Heute ist das Wandern Teil ihrer Natur: „Ich brauche das, damit es mir gut geht. Wenn ich länger nicht draußen war, werde ich unruhig und bin schlecht gelaunt. Das Wandern ist mein ganz persönlicher Kick. Andere fahren Motorrad, mich zieht es zu Fuß in die freie Natur“, beschreibt Sabine Wächter ihre Leidenschaft.

 

Wie gut, dass sie als Pressesprecherin des Schwäbischen Albvereins ihr Hobby in Einklang mit ihrem Beruf bringen konnte. Zweimal wöchentlich wandert sie Touren von acht bis zehn Kilometern im Wald und einmal im Monat unternimmt sie eine noch größere Tour, meist in einer Gruppe. „Ich schätze auch die soziale Komponente des Wanderns. Es ist schön, unvergleichliche Momente in der Natur zu teilen“, schwärmt sie. Und weiter: „Wenn ich in der Natur unterwegs bin, dann komme ich physisch in Bewegung und innerlich zur Ruhe. Paradox, aber wunderbar.“

 

Sabine Wächter ist gut trainiert, sie bringt so schnell nichts aus der Puste. Nur diese eine Wanderung auf den Philippinen, die ist ihr in Erinnerung geblieben. „Die Wege waren überhaupt nicht gesichert, steil und wirklich gefährlich“, erzählt sie. In Deutschland hingegen begegnet einem beim Wandern eine ganz andere – auf den ersten Blick winzige – Gefahr: die Zecke. Mit ihrem Stich kann sie das FSME- (Frühsommer-Meningoenzephalitis)Virus übertragen, das zu einer Entzündung der Hirnhaut  und des zentralen Nervensystems führen kann. Sowohl weite Teile Bayerns als auch Baden-Württembergs gelten als FSME-Risikogebiete. „Eine Impfung ist für mich daher selbstverständlich“, unterstreicht Sabine Wächter.

 

Wandern ist gut für die Seele

Wandern kann eigentlich jeder. Wandern ist gut für die Seele, es entspannt, es entschleunigt. Sabine Wächter wandert seit ihren Kindertagen und ist Pressesprecherin des Schwäbischen Albvereins. Sie muss es also wissen. Es kommt natürlich darauf an, wo gewandert wird und welche Strecken. „Jeder muss seine Grenzen kennen. Wandern ist eben auch eine körperliche Leistung“, erklärt Wächter. In Deutschland ist das Wandern ein sehr sicheres Hobby, es gibt viele sehr gut erschlossene Wanderrouten – von leicht bis schwer, ähnlich wie bei Skipisten – und viele Vereine bieten auch geführte Touren an. Wandereinsteigern empfiehlt sie, mit kürzeren Strecken den Kreislauf zu stärken, um dann die Distanzen langsam zu steigern. Wandern geht fast überall – im Gebirge, in hügeligen Landschaften, im Wald, an der Küste.

Und auch jahreszeitlich ist der Wanderlust kaum eine Grenze gesetzt. „Ich persönlich habe nur eine Nichtlieblingswanderzeit. Wenn das Ende des Winters naht, kein Schnee mehr liegt, aber noch alles grau ist, dann habe selbst ich wenig Lust raus zu gehen“, gesteht Sabine Wächter. Aber vom Frühling bis zum Herbst zieht es sie in die Natur. Das liegt aber nicht nur an der Schönheit, sondern auch an ihrem Abwechslungsreichtum. Um diese zu erhalten, gelten für Wanderer selbstverständliche Regeln: Pflanzen zertreten oder ausreißen, die Wege verlassen, zu laut sein und Müll hinterlassen sind absolut tabu. Denn so bleibt die Natur für alle Wanderer erhalten.

Zu einer soliden Wanderausrüstung gehören neben ausreichend Proviant und Wasser gute Wanderschuhe, Stöcke, Sonnenschutz, Regenkleidung, ein zusätzliches Kleidungsstück, das die Auskühlung während der Rast verhindert, Sonnenschutz und ein Pflasterset. Das Ganze sollte in einem rückenschonenden Rucksack untergebracht sein. Die Wanderkarte ist ein absolutes Muss und wird vom Schwäbischen Albverein unbedingt empfohlen. Das Handy ist dazu eine gute Ergänzung und – voll aufgeladen – für den Notruf wichtig. Repellents zur Abwehr von Zecken- und Mückenstichen sorgen für ungestörtes Wandern. Wer regelmäßig wandert, sollte seinen Impfschutz gegen FSME und andere von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfungen überprüfen und gegebenenfalls auffrischen. Nach jeder Tour sollten sich Wanderer gründlich auf Zecken absuchen.

leidenschaftnatur-banner1_1.jpg

leidenschaftnatur-banner2_1.jpg