Gedanken beim Marathon – Läuferin Marie John berichtet

Ein Marathon – das sind 42,195 km. Klingt auf den ersten Blick abschreckend? Muss es aber nicht! Läuferin Marie John nimmt regelmäßig an diversen Läufen teil und verrät Anfängern, wie man sich am besten auf einen Marathon vorbereitet und warum es sich lohnt, an solch einem Event teilzunehmen.

Läuferin Marie John
Erschöpft, aber wahnsinnig glücklich – für Marie ist jedes Laufevent ein besonderes Ereignis.

Marathon ganz ohne Wettkampfgedanken

Ein Marathon ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst. Außerdem kann ich beim Marathon so richtig abschalten und meine Gedanken sortieren. Mir geht es um den Spaß am Laufen und nicht das Sammeln von Medaillen. Stattdessen genieße ich die fantastische Stimmung und das wunderschöne Landschaftspanorama. Mein letzter Marathon war der Marathon in Stockholm. Warum ich mich dafür angemeldet habe? Ganz einfach: Stockholm ist eine wunderschöne Stadt, und das motiviert. Außerdem ist dieser Marathon nicht ganz so überlaufen wie der in New York beispielsweise. Außerdem laufe ich einen Marathon in der Regel nicht alleine, sondern mit anderen Mitgliedern aus der ASICS-Frontrunner-Community. Wir sind ein Team, das global aktiv ist und aus unglaublich vielseitigen und unterschiedlichen Charakteren besteht. Wir Frontrunner teilen eine Gemeinsamkeit: unsere Leidenschaft fürs Laufen. In der Regel nehmen wir mehrmals im Jahr an unterschiedlichen Laufevents teil.

Generell bin ich ein Fan von Städtemarathons, weil dich die Leute pausenlos an der Strecke anfeuern. Beim Marathon in Frankfurt und Berlin ist die Stimmung einfach unschlagbar gut.

Zeckenvorsorge-Informationen für LäuferRichtige Vorbereitung ist alles

Mit dem Training fange ich idealerweise zwölf Wochen im Voraus an. Ich habe einen Laufcoach aus Fulda. Mit ihr gemeinsam erstelle ich meinen Trainingsplan, der meistens aus Intervalltraining (dienstags), Kurzstreckenlauf (donnerstags) und Langläufen (samstags oder sonntags) besteht. Montags ist mein Ruhetag. Die Zeit nutze ich, um Dinge im Haushalt zu erledigen. So ein Trainingsplan hilft mir, diszipliniert bei der Sache zu bleiben. Außerdem ist es wichtig zu wissen, worauf man hinarbeitet und dass man sich Etappenziele vornimmt. Was mir auch zugutekommt, ist, dass ich Frühaufsteherin bin und mein Sportprogramm gleich zu Beginn des Tages erledige. Das bringt mich motiviert durch den Tag. Ausreden wie schlechtes, stürmisches Wetter zählen da nicht. Ganz im Gegenteil: Wenn es regnet und ich klitschnass zu Hause ankomme, fühle ich mich für den Alltag gewappnet. Das Training absolviere ich meistens alleine. Abgesehen von den Langläufen, hier bin ich in der Regel bis zu drei Stunden unterwegs, freue mich auf Gesellschaft und darauf, zwischendurch plaudern zu können. Zu einer richtigen Vorbereitung gehört auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Ich verzichte auf Fastfood und Fertigprodukte. Stattdessen ernähre ich mich von naturbelassenem und saisonalem Gemüse. Das ist frisch und ohne Zusätze. Von Eis kann ich allerdings nicht die Finger lassen. Vor jedem Langlauf gönne ich mir eine 500-ml-Packung. Das tut der Seele gut.

Intervalltraining beim Laufen
Der perfekte Trainingsmix für Hobby- und Profiläufer: Intervalltraining, Kurzstrecken- und Langläufe.

Let’s do this!

Der große Tag ist gekommen. Meine Laufkleidung und ein Paar Schuhe aus meiner Laufschuhsammlung – ich besitze in der Tat 15 (!) Paar – habe ich mir am Abend zuvor bereits zur Seite gelegt. Ich treffe mich mit den anderen ASICS-Frontrunner-Läufern in der Hotellobby und gemeinsam fahren wir zum Event. Das ist das Schöne daran, ASICS-Frontrunner zu sein – du läufst nie alleine. Inzwischen sind echte Freundschaften entstanden. Wir absolvieren mindestens vier Events gemeinsam im Jahr, das schweißt zusammen. An der Startlinie angekommen, spüre ich den ersten Adrenalinkick. Um mich herum wird mit Konfetti geworfen, die Leute klatschen ausgelassen, und mein Herz schlägt zum Takt der Musik. Der Startschuss ist gefallen, ich laufe gemütlich los. Ich versuche mein Tempo zu halten, während die übermotivierten Sprinter nur so an mir vorbeipreschen. Ich laufe ohne Musik in den Ohren, denn der Kabelsalat stört mich und beeinträchtigt außerdem meine Armtechnik. Stattdessen genieße ich es, vom Publikum angefeuert zu werden. Nach 35 Kilometern bin ich ordentlich ins Schwitzen gekommen. Ich spüre, dass meine Beine unglaublich schwer und müde werden. Ich werde ein bisschen langsamer, aber das macht nichts. Denn wenn ich richtig erschöpft bin und einfach weiterlaufe, motiviert das umso mehr. An den Wasserstationen tanke ich wieder Energie. Und das hat funktioniert. Jetzt sind es nur noch 2 Kilometer. Ich ziehe mein Tempo wieder an. Nur noch 1 Kilometer. Ich sprinte, die Jubelgeräusche werden immer lauter, das Ziel ist in Sichtweite. Die letzten 500 Meter stehen bevor: Ich spüre einen weiteren Adrenalinschub und gebe erneut Vollgas. Und plötzlich stehe ich hinter der Ziellinie. Erschöpft, aber wahnsinnig glücklich.

Mehr über Marie John und Infos zu ihren aktuellen Laufevents findet ihr auf ihrem Blog www.bgema.com oder ihrem Instagram-Kanal.