Über Stock und über Steine: Warum ihr Trailrunning lieben werdet

Kaum etwas ist so befreiend wie Trailrunning, also Geländelauf. Warum das so ist und wie auch ihr zu Sportskanonen über Stock und Stein werdet? Wir verraten es euch!

Was ist Trailrunning?

Trailrunning – oder auch Geländelauf – nennt man das Laufen fernab von befestigten Wegen und Straßen. Einen Trail findet ihr zum Beispiel in den Bergen oder im Wald. Vielleicht aber auch bei euch um die Ecke: Ihr kennt bestimmt einen See, um den herum nur ein Trampelpfad führt. Oder einen Park, in dem man sich auch gut abseits der ausgetretenen Wege auspowern kann. Voila: Trailrunner kann im Prinzip jeder sein, ihr müsst für den Geländelauf nicht zum Extremsportler werden! Wenn ihr also mal eure altbekannte Jogging-Runde gegen eine neue, abwechslungsreiche Strecke tauschen wollt – worauf wartet ihr noch?!

Wieso sollte ich Trailrunning betreiben?

Drei gute Gründe! Im Gelände zu laufen, fordert euch wahrscheinlich etwas mehr, als nur an der Straße oder im Park zu joggen. Warum es sich lohnt, Trail zu laufen? Hier kommen drei gute Gründe:

Beim Trailrunning ist es wichtig, dass man sich die Strecke vorher gut angeschaut hat, um alle Hindernisse und kritischen Stellen zu kennen.1. Wer Trails läuft, wird viel fitter

Wie auch beim Outdoor-Training werdet ihr schnell merken: Wenn ihr Trails lauft, werdet ihr automatisch fitter – bei gleichem Trainingsaufwand! Woran das liegt? Zum Beispiel daran, dass ihr viel mehr gefordert seid. Wer über Stock und Stein läuft und auch mal einem Hindernis ausweichen muss, beansprucht mehr Muskeln als ein Straßenläufer. Allein schon, um die Balance zu halten. Wenn euer Trail bergauf und bergab führt, müssen eure Waden und Oberschenkel mehr Kraft aufwenden, um nach oben zu kommen und andere Muskeln aktivieren, um den Weg hinunter abzufedern. Auch die unterschiedlichen Böden werden euch ganz anders trainieren können als eure normale Joggingstrecke: Wer auf Sand läuft, muss sich kräftig anstrengen; wer über Geröll oder Äste hüpft, trainiert seine Sprunggelenke!

2. Ihr verbringt beim Trailrunning mehr Zeit in der Natur

Ihr arbeitet tagaus, tagein in einem Neun-bis-fünf-Bürojob? Dann versucht es doch mal mit dem Geländelauf! Euer Körper wird es euch danken! Traillauf bedeutet automatisch, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Nicht umsonst nennt man den Sport auch Wildrunning. Gerade, wenn ihr euch Gelände-Strecken fernab von Autobahnen sucht und regelmäßig in den Wald, in die Berge oder am Wasser laufen geht. Ihr werdet merken: Das Atmen fällt euch leichter, ihr fühlt euch nach einem Trail frischer! Und wollt am liebsten nie wieder aufs Laufband, wetten?!

3. Ihr trainiert beim Traillauf auch euren Kopf

Trail zu laufen, bringt eure grauen Zellen auf Trab. Warum? Ihr lauft eben nicht nur geradeaus. Die vielen kleinen Unebenheiten und das „Unbekannte“, was euren Füßen auf dem Weg begegnet, fordert euren Kopf. Gerade, wenn ihr eine neue Route wählt, werdet ihr feststellen, dass ihr hinterher ganz schön kaputt seid – und das nicht nur vom Laufen allein! Das Gute: Die Langeweile und die Routine, die sich beim „normalen“ Joggen gern mal einstellen, bleiben hier aus!

Was spricht gegen den Geländelauf?

Wie bei jedem Outdoor-Training gilt: Bei Sturm und Gewitter solltet ihr eure Lauf-Session verschieben oder euch für die Fitness-Variante drinnen entscheiden. Seid ihr erkältet oder verletzt, heißt es für euch, eine Pause einzulegen – das gilt auf dem Trail genauso wie auf dem Laufband. Wenn ihr zum Beispiel Knieprobleme habt oder euch sonstige Gelenkbeschwerden plagen: Bitte sprecht zuerst mit eurem Arzt über eure Fitness-Ambitionen.

Checkliste: die richtige Ausrüstung fürs Trailrunning

Für das Laufen im Gelände braucht es eigentlich nicht viel. Worauf ihr auf keinen Fall verzichten solltet? Hier kommt die Checklist:

✓ Für das Trailrunning benötigt ihr spezielle Trailrunning-Schuhe, auch: Trailschuhe. Diese haben eine griffigere Sohle und meist auch eine etwas flachere Form als reguläre Laufschuhe. Um die richtigen Treter für den Trail zu finden, solltet ihr in einem Sportgeschäft gezielt danach fragen.
✓ Setzt auf atmungsaktive, schnelltrocknende Laufkleidung und schützt euch am besten mit dem Zwiebelprinzip gegen Wind und vor Kälte.
✓ Sonnenschutz nicht vergessen: Nehmt eine gute Sonnencreme, eine Kopfbedeckung sowie eine Sonnenbrille mit ins Gelände.
✓ Benutzt Repellents gegen Insektenstich, wie z.B. von Zecken.
✓ Wenn ihr ein kleines Laufabenteuer plant, solltet ihr auf jeden Fall ein Handy mitnehmen und jemandem Bescheid sagen, wo ihr euch ungefähr aufhalten werdet. Noch besser: Zu zweit oder in einer Gruppe den Lauf auf dem Trail bestreiten!
✓ Ihr lauft im Dunkeln? Dann nehmt Licht mit – Fahrradbeleuchtung oder eine Stirnlampe erleichtern und erleuchten euch die Strecke!
✓ Vergesst nicht, ausreichend zu trinken und für einen leichten Snack zu sorgen.
✓ Denkt an Wechselkleidung oder etwas Warmes zum Überziehen. Ein Tipp: Packt eine Rettungsdecke ein, in die könnt ihr auch nach dem Lauf einwickeln und euch so aufwärmen.
✓ Plant ihr, etwas schwierigere Trails zu laufen? Dann nehmt ein kleines Erste-Hilfe-Set mit: So könnt ihr Schrammen von Sträuchern und Büschen oder kleine Stürze selbst verarzten. Auch eine Zeckenkarte sollte nicht fehlen, um die kleinen Blutsauger nach dem Lauf zu entfernen.

Abseits von befestigten Wegen zu laufen, fordert zwar den Körper, aber Trailrunning macht fitter als normales Jogging.
Abseits von befestigten Wegen zu laufen, fordert zwar den Körper, aber Trailrunning macht fitter als normales Jogging.


Trailrunning: Tipps für euren gelungenen Geländelauf

Ihr wollt mit dem Trailrunning starten oder wollt wissen, wie ihr das Traillaufen trainieren könnt? Wir haben diese drei Lauf-Tipps für euch:

1. Mit dem Trailrunning beginnen, heißt: die Strecke kennen

Bevor ihr euch über Stock und Stein wagt, solltet ihr zunächst einmal die Strecke planen. Sucht euch einen Trail aus, der euren Lauffähigkeiten und eurem Trainingsstand entspricht. Schaut euch vorher bei Google Maps oder auf einer anderen Karte die Strecke an. Mit welcher Steigung müsst ihr rechnen? Gibt es viele Bäume (= viel Schatten, = gut) oder lauft ihr die ganze Zeit in der prallen Sonne? Versucht auch, die Bodenbeschaffenheit herauszufinden: Erwartet euch feiner Sand? Liegt der Trail voller Geröll? Plant und packt eure Trail-Ausrüstung entsprechend.

2. Kraft aufbauen für den Geländelauf

Trail zu laufen, trainiert viele Muskeln, die ihr sonst gar nicht beansprucht. Gut so! Aber: Bevor ihr euch ins Gelände stürzt, solltet ihr eine gewisse Fitness mitbringen. Baut deshalb in eurem Sportprogramm auch mal eine Kraft-Einheit ein. Zum Beispiel lohnt es sich, eure Sprungkraft zu trainieren – etwa mit Burpees oder Ausfallschritten. Eure Bauchmuskeln für eine bessere Balance bekommt ihr mit Sit-ups oder Planks fit für den Trail!

3. Tempo rausnehmen statt zu viel zu wollen

Beim Trailrunning gilt: Lauft lieber etwas langsamer und schont euch, statt loszupreschen und euch vielleicht zu verletzen. Denkt immer daran: Ihr fordert euren Körper und euer Köpfchen mit dem Geländelauf ganz schön heraus. Wenn ihr das Laufen abseits der ausgetretenen Wege ganz bewusst angeht, könnt ihr es viel mehr genießen! Euch geht es trotzdem nicht schnell genug? Dann legt auf ebenen und überschaubaren Strecken kleine Sprints ein oder jagt euch selbst den nächsten Hügel etwas schneller hinauf.

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Unser Tipp für den Cool-Down nach dem Traillauf: Yoga, und zwar draußen!

Ihr wollt nicht allein eure Runden durchs Gelände drehen? In vielen Städten und Gemeinden gibt es Lauf-Gruppen für den Trail sowie Trail-Lauf-Events. Die Orte und Termine fürs Trailrunning findet ihr auf dieser Traillauf-Website.

Und nun ab in die Trailrunning-Schuhe und raus in die Natur!

 

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